Vom unbewussten Konsum zum bewussten Fühlen

Veröffentlicht am 15. August 2026 um 15:31

Ein Impuls für mehr Achtsamkeit im Alltag

Dieser Artikel dient nicht dazu, dich zu belehren – jeder Mensch soll frei für sich entscheiden. Ich möchte lediglich ein wenig Bewusstsein schaffen und zum Nachdenken anregen.

 

Wie sich mein Konsumverhalten verändert hat

Mein Konsumverhalten gegenüber Lebensmitteln hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Für einige Menschen in meinem Freundes- oder Bekanntenkreis mag das vielleicht übertrieben wirken. Doch ich setze mich bewusst mit den Produkten auseinander, die ich kaufe und zu mir nehme.

Vermutlich liegt das auch daran, dass ich über viele Jahre gesundheitlich stark beeinträchtigt war. Unterbewusst war mir jedoch immer klar, wie wichtig Nahrung für meinen Körper und mein Wohlbefinden ist. Inzwischen hat sich dieser Blick erweitert: Für mich ist auch wichtig geworden, was ich auf meinen Körper auftrage. Deshalb hinterfrage ich ebenso die Herkunft und Inhaltsstoffe meiner Kosmetik.

 

Was haben Menschen früher anders gemacht?

Eine Frage begleitet mich dabei in vielen Lebensbereichen: Was haben Menschen früher anders gemacht als wir heute – insbesondere im Umgang mit natürlichen Inhaltsstoffen?

Für viele Menschen scheint es selbstverständlich geworden zu sein, die angebotenen Produkte im Supermarkt zu kaufen und zu konsumieren, ohne sie weiter zu hinterfragen. Gleichzeitig ist es für Hersteller heute einfacher denn je, Produkte mit günstigen Füllstoffen herzustellen und damit hohe Gewinne zu erzielen. Verschleierte oder schwer verständliche Inhaltsstoffangaben machen es Endverbraucherinnen und Endverbrauchern zusätzlich schwer.

Meine persönliche Faustregel lautet: Je länger die Liste der Inhaltsstoffe, desto genauer schaue ich hin – und desto eher entscheide ich mich gegen ein Produkt. Dabei höre ich auch auf mein Gefühl. Über unser Fühlen können wir wahrnehmen, was uns guttut und was sich für uns nicht stimmig anfühlt.

 

Das verlorene Gespür - und wie es zurückkommen kann

Dieses Gespür für die alltäglichen Dinge ist uns in der heutigen Zeit teilweise verloren gegangen. Doch die gute Nachricht ist: Es ist in jedem von uns vorhanden und lässt sich trainieren. Es ist ein wenig wie Fahrradfahren. Am Anfang fühlt es sich vielleicht ungewohnt oder schwierig an, aber durch regelmäßiges Üben wird unsere Wahrnehmung immer feiner.

 

Eine kleine Übung für mehr Körperbewusstsein

Vielleicht möchtest du es einmal ausprobieren:

  1. Nimm ein Produkt oder Lebensmittel in die Hand.

  2. Sieh es dir zunächst genau an und lies, wenn möglich, die Inhaltsstoffe. Es macht nichts, wenn du nicht jede Angabe verstehst – du musst auch nicht sofort alles googeln.

  3. Wenn du das Produkt visuell erfasst hast, schließe für einen Moment die Augen.

  4. Verbinde dich aus deinem Herzen heraus mit dem Produkt oder Lebensmittel und fühle hinein.

  5. Nimm wahr, was sich zeigt. Vielleicht meldet sich dein Körper mit einem Gefühl, einem Gedanken oder einer körperlichen Reaktion.

  6. Auch wenn es dir anfangs ungewohnt vorkommt: Nimm deine Wahrnehmung ernst.

  7. Wenn du bereit bist, öffne die Augen und notiere dir, was du wahrgenommen hast.